05.12.2013

Rauchentzug auf Firmenkosten

Grosse Nachfrage für Rauchstopp-Kurse

Gefragte Rauchstopp-Kurse in Unternehmen: Dank Gratis-Angeboten nehmen krankheitsbedingte Fehltage ab.

Dass Rauchen schädlich ist, weiss heute jeder. Ob E-Zigaretten das auch sind, wissen dagegen nicht einmal die Ärzte. «Besser ganz mit dem Rauchen aufhören. Das ist auch im Interesse der Firmen», sagt Barbara Weber von der Lungenliga.

Bei Angestellten mehr und mehr gefragt sind Rauchstopp-Kurse, sagt die Expertin. Dort lernen Raucher unter Anleitung von Experten, vom Glimmstängel loszukommen. Seit dem Start des Lungenliga-Projekts «Unternehmen rauchfrei» vor sechs Jahren haben sich über 1500 Raucher zu 250 Kursen angemeldet. «Teilnehmende haben eine sechsmal grössere Chance, nach einem Jahr rauchfrei zu sein, als ohne Unterstützung.»

Firmen wie Feldschlösschen, Stadler Altenrhein, Groupe Mutuel, Swarovski, Suva, Swisscom, Nestlé oder Coop sind Partner des Projekts. Coop übernimmt für ihre Angestellten die Kurskosten. Lebensmittelriese Nestlé beteiligt sich mit einem Drittel daran. Novartis und einzelne Migros-Genossenschaften bieten ihren Mitarbeitern eigene Entwöhnungskurse an – ebenfalls gratis. Die Migros hebt zudem Raucherzonen auf. Coop verzichtet bei Neu- und Umbauten auf die Einrichtung von Raucherräumen.

Und was tun die Tabakhersteller für die Gesundheit ihres Personals? «Wir haben dazu nichts Besonderes zu sagen», so Julian Pidoux, Sprecher von Philip Morris Schweiz. Dabei warnt der Marlboro-Hersteller auf seiner Website vor den Folgen des Rauchens! Ins gleiche Horn stösst BAT. «Wir mischen uns nicht in Fragen des persönlichen Konsums ein», sagt der Lucky-Strike-Produzent.

Quelle: Blick online

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Auch in diesen Lokalen ist Rauchen erlaubt: